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Spiegel

Es ist gerade der 24.12.2017 und ich sitze vor dem Spiegel und mache Kundalini-Yoga. Ja, ich habe für ein paar Tage die Wohnung einer Freundin überlassen bekommen, während sie im Urlaub ist. Im Winter werde auch ich zum Warmduscher. Es ist halt eisig kalt im Wohnmobil zu dieser Jahreszeit.

Mach mal bitte folgende Übung:

Setze dich vor einen Spiegel und versuche mal deinem Spiegelbild einen Schnurrbart anzumalen.

Ja, du könntest direkt auf den Spiegel malen, aber diese Möglichkeit schließen wir einfach mal aus.

Du wirst bemerken, das es da nur einen einzigen Weg gibt. Du musst dir selber einen Schnurrbart aufmalen. Du wirst es anders nicht hinbekommen, dein Spiegelbild zu verändern.

Dies ist eigentlich eine wundervolle Metapher für unsere Realität. Wir sind immer wieder versucht, die Menschen und Dinge im Außen zu ändern. Dabei ist das, was wir sehen, wenn wir unsere Augen öffnen lediglich eine Projektion unseres Inneren. Hier gilt das hermetische Gesetz: Das Prinzip der Entsprechung.

Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen. Für alles, was es auf der Welt gibt, gibt es auf jeder Ebene des Daseins eine Entsprechung. Du kannst daher das Große im Kleinen und das Kleine im Großen erkennen. Wie du innerlich bist, so erlebst du deine Außenwelt. Umgekehrt ist die Außenwelt dein Spiegel. Wenn du dich veränderst, verändert sich alles um dich herum.

Wenn du zum Beispiel versuchst deine Partnerin zu ändern, wirst du damit nicht nur keinen Erfolg haben, nein du wirst zudem auch noch böse Blicke ernten, wenn deine Partnerin mitbekommt, das du sie ändern oder wohl möglich erziehen willst.

Dieses Prinzip können wir auch auf unsere Kinder anwenden. Wir können es unseren Kindern vormachen, wie man es macht und sie dürfen selbst entscheiden, ob sie das auch so machen wollen oder eben nicht. Kinder erkennen oft auch, wenn wir Erwachsene etwas falsch machen.