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Alles macht Sinn

Ich bekomme gerade noch einen Impuls von einer Freundin welchen ich hier noch einbauen möchte. Alles, wirklich alles, das mir in meinem Leben passiert ist, macht Sinn. Sei es der Schmerz, den ich erfahren habe, das mich meine Mitschüler in der Schule gegrätelt haben, weil ich so klein bin und damit meine Minderwertigkeitskomplexe zu schüren oder sei es meine Oma, die mir gezeigt hat, wie einfach es sein kann, selbst beim Essen einfach die Arschbacke zu heben und zu pupsen, um Bauchweh vorzubeugen.

Oder sei es das mich meine Liebste nicht mehr Sprechen möchte und jeglichen Kontakt zu mir vermeidet.

Alles macht früher oder später Sinn und fügt ein Puzzleteil zum großen Bild hinzu.

Nehmen wir zum Beispiel meine Körpergröße. Ich bin gerade mal 1,67 m groß. Das ist, wenn man den Medien glaubt, die den Durchschnittsmann auf 1,80 m statuiert, relativ klein.

Und der Umstand, dass mich meine Mutter damals mit 12 zum Arzt geschleppt hat und ihm gesagt hat, "Herr Doktor, können sie bitte etwas tun, damit mein Sohn groß wird.", trug nicht gerade dazu bei, das ich mich gut gefühlt habe. Nein im Gegenteil, ich fühlte mich KLEIN. Nichts wert. Und das habe ich natürlich nach außen projiziert und wurde dann auch noch von meinen Mitschülern gehänselt.

Aber, durch diesen Umstand wurde ich erst zu dem, der ich heute bin. Ich war klein und dachte mir, ich bekomme nun keine Frau ab. Ich war neidisch auf einen Kumpel, der damals in der Kneipe seines Vaters reihenweise Mädels abgeschleppt hatte. "Challenge accepted", würde Barni sagen. Während mein Kumpel die Mädels allerdings wie ein Taschentuch benutzt hat, das man hinterher wegschmeißt, ging ich etwas achtsamer mit ihnen um und machte aus den ONS gleich eine kurze Affäre, die über mehrere Wochen ging.

Wie dem auch sei, ich konnte viel Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht sammeln, was mir heute in meiner Arbeit als Sexualtherapeut sehr entgegen kommt. Ich habe mein Wissen nicht aus Büchern oder Hörsälen sondern aus dem Leben, aus meiner persönlichen Erfahrung.

Ich war z.B. ein halbes Jahr lang impotent. Es war die Hölle, mein Leben war zu Ende dachte ich. Aber diese Erfahrung ist unbezahlbar. Welcher Therapeut hat schon das Glück, selber mal betroffen zu sein. Heute kann ich den Männern die Angst nehmen und ihnen zeigen, wie ich damit umgegangen bin und wie sie da wieder raus kommen können. Aber was noch viel wichtiger ist, ist die Tatsache, das das nicht das Ende sondern erst der Anfang ist.

Ich war ja nun Tantramasseur und brauchte meinen Lingam nun gar nicht mehr unbedingt, um eine Frau sexuell glücklich zu machen. Während meiner ersten Ausbildung zum Tantramasseur lernte ich, damals von einer weiblichen Lehrerin, das Mann als Gebender keine Erektion haben sollte, wenn man eine Frau massiert. Was machte ich also, meinen Shiva einsperren und meine Lust unterdrücken. Ja, so fing das mit meiner Impotenz an. Ich habe meine Manneskraft abgeschnitten um ja die Frau die mir da anvertraut wurde, nicht mit meinen harten Teil zu erschrecken.

Später in Dänemark lebend habe ich 50 Shades of Gray gelesen. Zwei Wochen später hatte ich Kontakt zu einer "Anna". Dank Jack Morrin erkannte ich, das ich in einer von ihm genannten Grauzone stecke. Ich versuchte meine alte Sexualität, mit Alkohol und Kopfkino, gegen eine neue Sexualität auszutauschen. In der neuen Sexualität wollte ich halt ohne Alkohol zu trinken mit meiner Partnerin sein. Als Tantriker weiß ich aber, das es nur das Hier und Jetzt gibt.

Diese Energie, nennen wir es mal Prana oder einfach Liebe ist wichtig, um in den Moment kommen zu können. In die Ekstase. Nur hier können wir die Verbundenheit mit Allen und Allem erfahren. Hier kommen wir unserer Göttlichkeit näher. Alles andere ist nur ficken.

Irgendwann lernte ich dann eine Frau kennen, die sehr viel Einfühlungsvermögen hatte und sich sehr viel Zeit mit mir nahm. Sie peppelte meinen Lingam wieder auf.

Während meiner Ausbildung als Sexological Bodyworker in Zürich meinte mein Ausbilder, das es völlig OK und sogar gewünscht ist, das wir als Mann in der Tantramassage auch erregt sind, wenn wir geben, denn nur so kann die sexuelle Energie bei unserer Klientin so richtig ins Fließen gebracht werden. Das Trauma hat sich hier aufgelöst.

Auch das ich jetzt dieses Buch schreibe macht Sinn und ist ein weiteres Puzzle-Stück für das große Bild. Gestern kam mir die Erkenntnis, das ich hier etwas schreibe um mich selber wieder daran zu erinnern. Um es noch einmal zu reflektieren.

Wenn du zum Beispiel auch gerade Probleme mit deiner Manneskraft hast, dann sei dir gewiss, das wenn die richtige Frau in dein Leben tritt, alles wieder funktionieren wird. Die einzige Voraussetzung dafür ist, das du im Hier und Jetzt bist. Sei präsent. Sei bei deiner Partnerin. Verzichte auf Alkohol und Drogen. Spüre sie. Spüre dich. Dein Lingam wird wieder stehen, wenn ihre Yoni ihn aufnehmen will.

Ich muss wohl kaum erwähnen, das ich von einer Person geprügelt bin, die den ganzen Tag auf Arbeit war und gar nicht von meinem Ungehorsam mitbekam. Das stimmt nicht, das war ein Fehler - ich habe viel Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht gesammelt.