Camp Eden III
In Venezuela wartet eine Frau seit dreizehn Jahren. Sie hat eine Kaffeebohne in einen Fluss geworfen und ins Wasser geflüstert: schick uns jemanden der keine Angst mehr hat. Der Fluss trägt die Bohne ins Meer. Das Meer trägt sie nach Portugal. Nach Nazaré - wo die größten Wellen der Welt brechen. Wo ein Mann im Sand sitzt und den Atlantik anschaut bis die Angst weg ist. Camp Eden III ist die Geschichte dieser Reise. Rückwärts erzählt, am Lagerfeuer in Mexiko, von einem chilenischen Zeitzeuge der dabei war. Von Potsdam bis Venezuela. Durch die Pandemie, durch Europa ohne Schuhe, durch 800 Kilometer zu Fuss, durch ein Wohnmobil dessen Steuerkette reisst und das einfach bleibt. Es ist die Geschichte eines Mannes der mehrfach alles verloren hat - und jedes Mal gesehen hat: danach kommt noch etwas. Immer. Das nächste Kapitel wartet schon. Eine Regnose. Keine Prognose - eine Regnose. Die Zukunft als bereits real, damit sie es wird. Ahimsa als einziges Gesetz. Ubuntu als einzige Wirtschaftsform. Das Feuer als einzige Kirche. Weil es reicht.
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