Polyanarchie
Definition
Polyanarchie ist die freie, liebevolle Begegnung zwischen Menschen ohne Anspruch auf Besitz, Dauer oder Exklusivität. Jeder Moment ist freiwillig, ehrlich und endet, sobald sich einer der Beteiligten anders fühlt - ohne Drama, ohne Schuld, ohne "Schluss machen".
Kernprinzipien
Ich bin nicht mit dir zusammen - ich bin mit mir selbst in deiner Form zusammen.
Es gibt keine Verpflichtung zu bleiben, aber auch keine Verpflichtung zu gehen.
Solange es sich leicht und stimmig anfühlt, bleiben wir. Sobald es sich schwer anfühlt, ziehen wir weiter.
Niemand wird verlassen. Jeder wird freigelassen.
Es wird nichts versprochen, was nicht im jetzigen Moment wahr ist.
Eifersucht hat hier keinen Platz, weil niemand etwas besitzt.
Wie es sich anfühlt
Du triffst jemanden, die Energie fließt, ihr seid zusammen - einen Abend, drei Tage, drei Monate oder drei Jahre. Wenn einer von beiden spürt, dass seine Seele weiterziehen möchte, sagt er es offen und liebevoll. Der andere lächelt, dankt für die schöne Zeit und lässt los. Beide bleiben ganz.
Unterschied zur herkömmlichen Polyamorie
Polyamorie hat oft noch Regeln, Hierarchien und Vereinbarungen.
Polyanarchie hat keine Regeln. Sie ist reine, radikale Freiheit in der Liebe.
Praktischer Leitsatz
"Ich schenke dir meine Liebe, solange sie echt ist. Wenn sie nicht mehr echt ist, schenke ich dir meine Ehrlichkeit und gehe weiter. Und das ist genauso Liebe."
