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Chakra-System

Über das Chakra-System kannst du eigentlich in jedem Yoga- oder Tantra-Buch nachlesen. Was ich dir hier aber mitgeben möchte ist eine kurze Erklärung, mit den Worten eines einfachen Mannes.

Die Chakren sind Energiezentren in oder an unserem Körper. Physisch sind diese Energiezentren nicht manifestiert sondern liegen lediglich in feinstofflicher Form vor, sind also unsichtbar. Was ich aber über dieses System erfahren habe, hindert mich nicht an dessen Existenz zu glauben.

Das System besteht im Wesentlichen aus 7 Chakren oder auch Chakras genannt.

1. Muladhara - Das Wurzel-Chakra befindet sich in der Region des Perinäums, also zwischen Anus und Lingam und ist nach unten gerichtet. Dort sitzt zum Beispiel die Existenzangst bzw. wenn das Chakra aktiviert ist, dann macht man sich über das Überleben keine Gedanken mehr, denn man weiß, das man überleben wird, egal, was so passiert.

2. Swadhistana - Das Sexual-Chakra befindet sich auf Höhe des Lingams. Hier ist das Zentrum für die Kreativität. Dieses Chakra wird durch die Sexualität mit Energie versorgt. Zu viel Energie in diesem Bereich lässt den Mann z.B. im Schlaf ejakulieren, um den Druck abzulassen.

3. Manipura - In einige Schriften heißt es das Nabel-Chakra wird aber in anderen Schriften auch Solarplexus-Chakra genannt. Somit befindet es sich entweder auf Bauchnabelhöhe oder auf Höhe des Brustbeines. Ein aktives Manipura sorgt für viel Willenskraft, Leidenschaft, Temperament und inneres Feuer. Ist es blockiert, dann machen sich Ängste breit.

4. Anahata - Hierbei handelt es sich um das Herz-Chakra, welches auf Höhe des Brustbeines liegt. Hier ist das Zentrum der Liebe, der Toleranz, der Weite, der Offenheit und der Anpassungsfähigkeit. Bei Blockierung spürt man kaum noch Liebe und fühlt sich von der Welt getrennt.

5. Vishuddha - Das Hals-Chakra beherbergt die Kommunikation und das Durchsetzungsvermögen. Bei Blockierung kann man sich nicht so richtig mitteilen.

6. Ajna - Das sogenannte dritte Auge ermöglicht es uns telepatische, telekinetische und hellseherische Fähigkeiten zu entwicklen, wenn aktiviert. Hier sitzt auch unser Intellekt und unsere Intuition.

7. Sahasrara - Das Kronen-Chakra ist unser Tor zum Universum und zu Gott und dem All-eins-sein.

Das Chakren-System sollte möglichst rein und sauber gehalten werden, da dort viel Energie fließen kann um unsere Organe zu versorgen.

Leider werden diese Chakren durch falsche Ernährung wie z.B. Fleisch, Zucker, Fast-Food, Alkohol, gesüßte Getränke, Fertiggerichte usw. verunreinigt.

Auch Zigarettenrauch verhindert den Fluss von Prana, da wir es schwerer haben, die lebenswichtige Luft zu atmen, wenn wir unsere Lunge mit Rauch verstopfen und sich dort u.a. Teer ablagert. Dazu kommt noch etwas, das viel tiefer geht: Nikotinabhängigkeit ist nicht nur eine körperliche Blockade. Sie ist auch eine energetische Fessel. Solange wir nicht frei entscheiden können, ob wir rauchen oder nicht, solange die Zigarette uns hat und nicht wir sie, blockiert diese Abhängigkeit weit mehr als nur die Lunge. Sie hält uns klein. Sie nimmt uns Willenskraft, Klarheit und die Fähigkeit, im Moment zu sein.

Es gibt aber einen Unterschied, den ich für wichtig halte: das unbewusste Sucht-Rauchen und das bewusste rituelle Rauchen. Die indigenen Völker kennen das Rauchen als Sakrament. Tabak, Damiana, Kräuter - bewusst eingesetzt, in einem klaren Kontext, als Einladung an den Geist. Wer so raucht, hat eine Wahl getroffen. Wer hingegen nach der ersten Tasse Kaffee automatisch zur Zigarette greift, ohne sich das auch nur einen Moment lang bewusst gemacht zu haben - der wird geführt, nicht umgekehrt.

Ich selbst habe einmal in einem Laden nach Damiana gefragt und gesagt, ich möchte mit dem Rauchen anfangen. Die Frau hinter dem Tresen strahlte mich an. Nicht weil Rauchen gesund ist, sondern weil es eine bewusste Entscheidung war. Das ist der Unterschied zwischen Sucht und Freiheit.

Dasselbe gilt auch für Cannabis. Wer sich THC-haltiges Gras einrollt, sollte sich vorher ehrlich fragen: Wie ist mein innerer Zustand gerade? Komme ich aus einem offenen Herzen, aus Leichtigkeit und Neugier - dann kann THC ein wunderbares Tor sein, das die Wahrnehmung weitet und Kreativität öffnet. Komme ich aber aus schlechter Laune, niedriger Energie, Angst oder innerer Unruhe - dann verstärkt THC genau das. Es nimmt, was schon da ist, und dreht den Lautstärkeregler hoch. Das Ergebnis ist dann häufig Paranoia, Kontrollverlust oder ein unangenehmer Trip nach innen. In solchen Momenten ist CBD die bessere Wahl. CBD beruhigt, erdet und öffnet sanft - ohne die Energie hochzudrehen, die gerade nicht hochgedrückt werden möchte. Kurzum: THC braucht ein offenes Herz als Eintrittsbedingung. CBD braucht das nicht.

Und hier lohnt es sich, noch einen Schritt tiefer zu gehen. Angst und Liebe liegen auf derselben Skala - sie sind zwei Pole derselben Energie, zwei Seiten derselben Polarität. Was wir als Angst erleben, ist im Grunde Liebe in Bewegung, die noch keinen Platz gefunden hat. Sie fühlt sich an wie Aufregung, wie ein Kribbeln, wie Herzklopfen. Der Unterschied zwischen Angst und Freude liegt oft nicht in der Energie selbst, sondern darin, ob wir ihr vertrauen oder nicht.

Man spürt das sehr deutlich, wenn eine Frau zum ersten Mal auf einen echten Shiva trifft - einen Mann, der wirklich in seiner Kraft steht, der präsent ist und nichts will außer zu sein. Dann zittert ihr ganzer Körper. Nicht vor Angst, sondern vor Aufregung, vor Lebendigkeit, vor dem tiefen Erkennen, dass da etwas Echtes begegnet. Das ist dieselbe Energie wie Angst. Nur das Label im Kopf ist ein anderes.

Ein weiteres wunderbares Beispiel dafür ist das Lampenfieber. Jeder der einmal auf einer Bühne stand - mit einer Gitarre, einer Stimme, oder einfach vor Menschen sprechen musste - kennt dieses Zittern vorher. Das Herz klopft, die Hände werden feucht, der Kopf sagt "bloß nicht". Aber sobald man einfach anfängt zu spielen, zu singen, zu sprechen - sobald man in die Liebe geht, in das was man tut - ist die Angst weg. Einfach so. Sie löst sich nicht durch Überwindung auf, sondern durch Tun. Weil man in dem Moment, wo man wirklich spielt, auf dem anderen Pol der Skala angekommen ist. Das ist der praktische Beweis: Angst und Liebe sind dasselbe. Man muss nur anfangen.

Auch deshalb verstärkt THC beides so stark - Liebe wie Angst - weil es genau diese Unterscheidung im Kopf aufweicht und zeigt, was wirklich da ist. Deshalb ist der innere Ausgangszustand so entscheidend: auf welchem Pol der Skala befindest du dich gerade?

Dann gibt es aber noch eine andere, tiefere Schicht von Angst - die, von der Fassbinder in "Angst essen Seele auf" spricht. Das ist nicht die lebendige Aufregung der Liebe in Bewegung. Das ist die lähmende, zehrende Angst, die entsteht wenn ein Mensch sich selbst im Außen verloren hat. Wenn er braucht, dass der andere bleibt. Wenn seine innere Ruhe davon abhängt, ob jemand schreibt, anruft, lächelt. Wenn Ablehnung sich anfühlt wie Vernichtung.

Diese Angst hat eine klare Wurzel: fehlende Selbstliebe. Nicht im Sinne von Egoismus, sondern im Sinne von - ich bin mir selbst genug. Ich bin mit mir in Kontakt. Ich brauche den anderen nicht, um zu existieren - ich lade ihn ein, weil ich ihn möchte. Wer sich selbst liebt, kann loslassen. Wer sich nicht selbst liebt, klammert. Und das Klammern kommt immer aus der Angst, ohne den anderen nichts zu sein.

Aber diese Angst löst sich vollständig auf, wenn man eine noch tiefere Erkenntnis macht: dass der andere da draußen ich selber bin. Andy Weir beschreibt das in seiner Kurzgeschichte "The Egg" auf wunderbare Weise. Jeder Mensch, dem wir begegnen, ist ein Spiegel - und im tiefsten Sinne eine Parallelinkarnation von uns selbst. Was wir an anderen nicht mögen, zeigt uns den Teil in uns, den wir an uns selbst nicht mögen. Was wir im anderen vermissen und von außen zu bekommen hoffen, ist etwas, das wir uns selbst noch nicht gegeben haben.

Die Bibel sagt es so: "I am that I am." Wenn wir das wirklich verstehen - dass wir alles sind, oder auch nichts, je nachdem von welcher Seite man schaut - dann verschwindet diese lähmende Angst. Nicht weil wir sie weggedrängt haben, sondern weil sie keinen Boden mehr hat.

Ich habe das durch mein Nahtoderlebnis erfahren. Seitdem weiß ich es nicht nur als Konzept, sondern als gelebte Wahrheit: ich bin das. Und deshalb, wenn ich jemandem helfe, helfe ich mir selbst. Wenn ich jemanden schlage, schlage ich mich selbst. Einmal saß ich in der Bahn in Berlin und jemand fragte, ob jemand einen Kopfhörer für ihn hätte - er musste gleich ins Krankenhaus und wollte sich mit Musik ablenken. Er sah aus wie ein Obdachloser, kein anderer hat reagiert. Ich hatte zufällig einen Kopfhörer eines Kumpels in der Tasche und gab ihm den. Weil ich wusste: ich war da auch schon mal. Ich habe mal genauso gelebt wie er. Und er hat sich so gefreut. Wir haben uns dann noch eine Weile wunderbar unterhalten.

Das ist keine Nächstenliebe im religiösen Sinne. Das ist einfach das Erkennen, dass es keinen anderen gibt.

Der Konsum von Pornographie, Kriegsspielen, Fernsehen und Radio sorgt auch dafür, dass wir verdummen und unser System verunreinigen. Das Fernsehen wird ja auch "Untenhaltung" genannt. Da wollen halt ein paar Menschen nicht, das wir uns in die Richtung Göttlichkeit entwickeln, weil sie uns dann nicht mehr kontrollieren können. Wir würden dann ja nicht mehr all ihre unnötigen Produkte kaufen, weil wir ihre Werbung nicht mehr konsumieren. Außerdem würde ja keiner mehr 40 Stunden die Woche die Sklavenarbeit verrichten, weil wir benötigen ja gar nicht mehr so viel Geld dann.

Aber eigentlich reicht es aus, das System zu durchschauen und dann kann man es für sich nutzen.

Wenn dein Energiesystem verschmutzt ist, kannst du dir zum einen eine Pranaheilung verabreichen lassen oder du genießt eine Prana-Flow-Massage. Letztere ist eine Eigenentwicklung von einer Freundin und mir. Diese Massage setzt sich aus Teilen der Ayurveda-, Yin-Yang-, Tantra- und diversen anderen Massagen zusammen.

Prana ist reine Lebensenergie, die durch den ganzen Körper fließen kann, wenn das natürliche Gleichgewicht im Menschen harmonisch ist. Fließt das Prana ungehindert fühlen wir uns vital und voller Lebenslust. Energetische und sexuelle Blockaden können mit der Prana Flow Massage sanft gelöst werden. Alte Wunden die noch im Energiesystem gespeichert sind dürfen sich zeigen und auflösen.

Mit sanfter Massage und gezielten Druck werden die verschiedenen Energiepunkte am Körper angeregt und Blockaden aufgespürt. Die freigesetzte Energie wird im Körper ausgestrichen und verteilt. Sobald die Energie wieder fließen kann wird hauptsächlich nur noch mit dem feinstofflichen Körper gearbeitet. Auf diese Weise können intensive Energiewellen, bis hin zu orgastischen Gefühlen den Körper durchströmen. Das sexuelle Erleben wird danach intensiver und neue spirituelle Dimensionen können sich dadurch öffnen. Es unterstützt auf natürliche Weise eine frei fließende Lebensenergie. Eine Prana-Flow-Massage kann auch ein sanfter Einsteig für Frauen und Männer sein, die keine intime Berührungen wünschen. Auf Wunsch kann aber auch eine Lingam- oder Yoni-Massage integriert werden, um noch mehr Energie freizusetzen.

Während der Prana-Flow-Massage kann man gezielt Orgasmen in den Chakren auslösen, in dem man die Energie dort bündelt und das jeweilige Chakra mit viel Prana versorgt.

Chakra-Orgasmen

Die Effekte auf den jeweiligen Chakren können sich wie folgt manifestieren.

Svadhistan - Dieser Orgasmus sollte eigentlich so ziemlich jedem bekannt sein. Nix wirklich spektakuläres.

Manipura - Hattest du beim Sex schon mal einen Lachanfall? Dann war dies höchstwahrscheinlich ein Orgasmus auf Höhe Manipura.

Anahata - Wenn dir beim Sex oder in einer Massage die Tränen kommen, weil du traurig und glücklich zur selben Zeit bist, dann fließt wohl gerade dein Herz mit Prana über.

Vishuda - Hier habe ich leider noch keine Erfahrung gemacht. Bin aber gespannt, was du mir darüber berichten wirst. Evtl. fängt man ja zu singen an.

Ajna - Eine Frau berichtete mir mal, nach dem sie eine Tantramassage von drei Männern genossen hat, dass sie die orgastische Energie auf einmal in allen Farben gesehen hat, was mich an die Bilder von Alex Gray erinnert.

Sahashrara - Dies habe ich als Ekstase erlebt. Dafür gibt es aber keine Worte in der deutschen Sprache, um dieses Erlebnis beschreiben zu können. Ich habe da dieses Eins-Sein gespürt. Eine Kollegin hat mir von einem außerkörperlichen Ereignis berichtet. Sie hat sich für ihr lautes Schreien entschuldigt, was natürlich keiner gehört hat, denn sie hatte ihren Körper in der Ekstase verlassen.

Verrückt oder erleuchtet?

Noch ein letzter Gedanke zu alldem - und der ist wichtig. Wenn du anfängst, so zu leben wie ich es hier beschreibe, wirst du von außen möglicherweise als verrückt wahrgenommen. Du arbeitest nicht mehr in dem Sinne wie alle anderen. Du schläfst vielleicht auf einer Parkbank. Du redest von Prana und Chakren und Synchronizität. Bernd Senf hat mir mal gesagt: du bist verrückt - du stehst ein bisschen neben dir, du bist nicht so wie die anderen, also bist du verrückt.

Ich nehme das als Kompliment.

Im Buddhismus heißt es, wenn man tief in die Praxis geht, dann passiert eines von zwei Dingen: entweder man wird erleuchtet - und liebt dann wirklich alles und jeden, jeden Baum, jede Pflanze, jedes Tier, jeden Menschen - oder man wird verrückt. Das ist ein schmaler Grat. Aber manchmal ist das, was von außen wie Verrücktheit aussieht, genau das, was einen Menschen erst vollständig macht. Nietzsche nennt das den Übermenschen - wobei er damit eigentlich nur den normalen, vollständig verwirklichten Menschen meint. Einen der weiß, was er kann, und der das Leben nicht gegen sich arbeiten lässt, sondern mit sich.

Und noch etwas zum Thema Paranoia - das gehört hierher. Früher habe ich Synchronizitäten als Paranoia erlebt. Dieses "woher wissen die das?" und "wer ist die?" und das Gefühl, dass irgendetwas oder irgendjemand einen beobachtet oder lenkt. Heute, mit klarerem Kopf und offenem Herzen, erkenne ich dasselbe Erleben als das, was es ist: Synchronizität. Das Universum, das antwortet. Nicht Verfolgung - Verbindung. Der Unterschied liegt nicht im Erlebnis selbst, sondern in dem Bewusstsein, aus dem heraus man es betrachtet.